Sie lebt am Rand der Zeit.
An den Ufern des Siebenmondemeeres.
Auf einem dieser namenlosen Planeten,
die nur in ihrer Phantasie existieren.
Manchmal, wenn Einsamkeit ihre Seele füllt,
blickt sie auf die Erde - kehrt zurück.
Erzittert vor Vergangenem,
das ihr so nah - so fern.
Dann schließt sie ihre Augen, denkt an Keats...
"Hier ruht ein Mensch, dessen Name in Wasser geschrieben ist"
...lächelt ihr traurigstes Lächeln
und flieht zurück in ihre Welt.
Mir bleiben Bilder.
Erinnerungen an Eine,
in deren Augen sich die Sterne spiegelten.
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Das hab ich alles aus meinem Kopf abgeschrieben.
ein schönes berührendes bild hast du da gemalt, otto lenk.
als angetaner betrachter find ich nur den untertitel (schlussvers):
“Mir bleiben Bilder.
Erinnerungen an eine wundervolle Frau,
in deren Augen sich die Sterne spiegelten.“
etwas zu weitschweifig, einen tick zu ausholend.
eindrucksvoller, nachhaltiger klänge für mich:
Mir bleiben Bilder.
Erinnerungen an Eine
in deren Augen sich die Sterne spiegelten.
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„Sie lebt am Rand der Zeit.
An den Ufern des Siebenmondemeeres.
Auf einem dieser namenlosen Planeten,
die nur in ihrer Phantasie existieren“
inhaltlich würde mich interessieren, ob sie am Rand ihrer oder dieser (maybe unserer, besser gesagt, der) allgemeinzeitlich gefühlten zeit lebt. der ist relativ allgemein. aber das ist im grunde egal. tut dem schönen gedicht keinen abbruch, im gegenteil, lässt raum für interpretation.
26 Jahre alt wurde Keats. Wenn es dort eine Parallele gibt, was will man kritisieren. Wenn nicht, ist es Anmaßung. "Here lies one whose name should be Written in Water" heißt es; ich ziehe den umwerfenden Grabspruch für Ben Jonson vor: "O rare Ben Jonson", der, wenn ich es richtig sehe, das Gedicht ersetzen könnte. Aber es heißt "Sie lebt" und nicht "Sie lebte", für diesen Fall halte ich es mit Tucholsky: Haben Sie es nicht eine Nummer kleiner?
Kite
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Otto Lenk
Foren-Redakteur Routinierter Autor
Registriert: Nov 2001